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SAN LEO UND DAS MONTEFELTRO

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Description

Führungen durch das historische Zentrum San Leo und das Montefeltro

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SAN LEO

Genau in der Mitte dieses Tals erhebt sich das eindrucksvolle Felsenmassiv von San Leo, dessen Profil an ein Totenbett bzw einen Sarg (feretro) erinnert, nach dem vermutlich sein alter lateinischer Name Mons Fereter, Monte Feretro, Montefeltro, abgeleitet wurde und später auf der ganzen Diözese verliehen wurde.
Dieser Name wurde auch der ersten dort beheimateten Adelsfamilie verliehen, der Familie der Montefeltro. später Herzöge von Urbino.

Auf dem höchsten Felsen liegt die imposante Festung (Rocca)…

die letzte Haupstadt Italiens während des ersten Jahrtausends. Hier wurde 962 n. Chr. nach jahrelanger Belagerung Berengarius II. von Ottone I, gefangengenommen. Hier entstand auch das Heilige Römische Reich germanischer Abstammung.
Die Festung gelangte später unter die Herrschaft der Bischöfe von Montefeltro und der Familie der Malatesta aus Rimini, wie die Schutzwälle und der gotische Bogen auf dem dritte Stadttor bezeugen.
Nachdem Federico III. von Montefeltro diese Befestigung erobert hatte, ließ er sie einem Entwurf von Francesco di Giorgio Martini mit zwei wehrhaften Rundtürmen umbauen.
Unter der Familie Della Rovere wurde die Rocca zu einem Herzogsitz. In der Festung, die während der Herrschaft des Kirchenstaates als Gefängnis diente, wurde Graf Cagliostro bis zu seinem Tode gefangengehalten. Man kann noch seine Zelle und die Folterkammern besichtigen; es ist jedoch nicht bekannt, wo er beigesetzt wurde. Aus diesem Grunde glauben noch viele, daß es Cagliostro gelungen war, aus seiner Zelle zu flüchten. Unter anderen war auch Felice Orsini dort gefangen, der nach dem Leben von Napoleon III getrachtet hatte.
Heute enthält diese Festung historische Kunstsammlungen und wird von Millionen Fremden besichtigt.
Zu ihren Füßen liegt das mittelalterliche Städchen, das den Stadttitel erhalten hat und von hoch aufragenden Felsenmauern umgeben ist. Es besitzt nur ein einziges Stadttor, durch das Dante Alighieri schritt, der San Leo in seiner berühmten „Göttlichen Kommodie“ als einen schwer zu erreichenden Ort erinnert. Unter der Ulme auf dem Platz predigte im Jahre 1213 der Heilige Franziskus, der an diesem Ort den La Verna-Berg als Geschenk erhielt.
Unvergleichbare Bauwerke dieses Ortes sind die beiden nebeneinanderliegenden romanischen Kirchen: die Pfarrkirche und der Dom, Der hochragende Glockenturm war zugleich ein religiöses Symbol und Wachturm.
Der Dom…
ist ein Meisterwerk der romanischen Baukunst. Er wurde im Jahre 1173 erbaut. Seine Fassade trägt Lisenen und besitzt wegen seiner fast im freien hängenden Lage kein Portal. Die ganze Struktur weist auf den Stil der Comancini-Meister hin. Im Inneren fällt auch ein gewisser gotischer Einfluß auf. Die Säulengänge, die Pfeiler und Kapitelle verraten die Verwendung von Material eines früheren Bauwerkes. Die Krypta ist mit einem Gewölbe, das durch zahlreiche Säulen gestüzt wird, versehen.
Im Dom befindet sich das Grab (5. – 8. Jh) von San Leone (3Jh.), Werk des Bildhauers selbst nach alter Tradition, wie dies auch eine Urkunde aus der Zeit der Völkerwanderung bezeugt.
Auch andere Funde, die für die Erbauung der Pfarrkirche…
wieder benützt wurden, stammen aus dem späten Mittelalter. Sie wurde jedoch, wie die drei auf dem Platz von San Leo gehenden Absiden zeigen, erst kurz nach dem 11. Jh. umgebaut.
Das Innere ist mit Säulen versehen. Ein wertvoller Tabernakel aus behauenem Stein stammt aus der karolingisehen Zeit aus dem Jahre 882 und trägt eine Widmung des Herzogs Orso. Die sich auf einem Felsensporn befindende Pfarrkirche wird an den beiden Enden einerseits durch eine Krypta für Reliquien und andererseits von einer kleinen Kapelle, wo der Bildhauer Leone auf nacktem Stein zu schlafen pflegte, begrenzt.
An den Besuchern von San Leo ziehen die Bilder einer 1500 Jahre langen Geschichte von Kunst, von berühmten Gefangenen und kleinen Übertätern vorbei.
Unweit von San Leo, in einer einsamen grünen Mulde, die nur von Wald und Himmel umgeben ist, liegt eines der ältesten Franziskanerklöster. Die Legende erzählt, daß der Heilige Franziskus, der San Leo in der Dunkelheit nicht erreichen konnte, Hirten erblickte die am Feuer saßen, mit denen er die ganze Nacht verbrachte. Der Heilige Franziskus selbst nannte diesen Ort Sant’Igne (heiliges Feuer), der heute noch diesen Namen trägt. Außer dieser Kirche und den bescheidenen Zellen, besitzt Sant’Igne ein reizvolles viereckiges Kloster, wo man meint die sich langsam bewegenden Schatten der betenden Ordensbrüdern noch zu sehen.
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San Leo: die Festung von Francesco di Giorgio Martini – Pfarrkirche Santa Maria Assunta (11. Jh.) – Der Dom (12 Jh.)

Sant’Agata Feltria: die Festung Fregoso (15Jh.)

Valmarecchia: San Leo und Maiolo